Nest Level Conference 2011
Ausstellung

Gaming Culture ist mehr als bloße Theorie. Während der gesamten Next Level Conference zeigen wir daher in den AbenteuerHallenKALK eine Ausstellung, die die Grenzen zwischen Spiel und Kunst abtastet.

Clip:2 – 4. Hagener Handyfestival

Nahezu jeder Jugendliche verfügt heute über ein Mobiltelefon. Handys haben sich längst zu Multifunktionsgeräten entwickelt. Leider nimmt damit auch der Missbrauch des Mediums zu. »Happy slapping« – gemeint ist das Filmen von Gewalt oder Erniedrigung und die anschließende Veröffentlichung über andere Handys oder das Internet – ist unter Jugendlichen weit verbreitet. Es geht aber auch anders, wie das Hagener Handyfilm-Festival Clip:2 zeigt. Es wurde 2008 ins Leben gerufen wurde und findet in diesem Jahr, erstmals NRW-weit und unter Beteiligung des NRW Kultursekretariats statt. Bei Clip:2 sind Jungfilmer zwischen 13 – 27 aufgerufen, einen 2-minütigen Handyfilm zum Thema »Wir sind die Anderen« zu entwickeln und einzureichen. Neben Preisgeldern winkt eine Präsentation im Rahmen eines rauschenden Filmfestes am 3.12. im Emil Schumacher Museum. Die Ausstellung im Rahmen der Next Level Conference zeigt schon vorab ausgewählte Beiträge.
www.clip2-filmfestival.de

Cologne Game Lab

Das Cologne Game Lab (CGL) erforscht und entwickelt interaktive Inhalte und bildet entsprechende Fachkräfte für die Games-Branche aus. Zu den Schwerpunktthemen des Instituts zählen neben digitalen Spielen auch interaktive Film- und TV-Formate sowie verwandte Formen digitaler Kunst, Bildung und Unterhaltung. Im Fokus der Arbeit steht dabei die kreative Auseinandersetzung mit den Bereichen Konzeption / Game Design / Autorenschaft sowie audiovisuelle Gestaltung / Animation / Creative Direction. Die Indiegames-Ausstellung mit dem Titel »CARTE BLANCHE« will Besucher mit und ohne Games-Erfahrung zum Spielen, Staunen und Diskutieren einladen. Gezeigt werden »Trauma« von Krystian Majewski »The Endless Forest« und »The Graveyard« von Tale of Tales, »What The Rhino Says« (One Life Remains), »Strange Rain« von Opertoon/Eric Loyer, »The Lake« von Patrick Juchli, »Flight of the Fireflies« von Jonathan Hise Kaldma und »Phantom Limb«, eine Kollektivarbeit im Rahmen des Global Game Jam 2011 am CGL.
http://colognegamelab.de

ComputerProjekt Köln e.V.

Die Auseinandersetzung mit Computerspielen kann nicht länger alleine aus einer defizitären Sichtweise heraus geführt werden, sondern muss die Möglichkeiten und Chancen im Blick haben, die dieses Medium als Spiel- aber auch als Werkzeug bietet. Neue Wege der Medienarbeit sind mit Computerspielen möglich und werden bereits gegangen. Diese Ausstellung versucht, gelungene Praxisansätze zusammenzustellen und dadurch die Vielfalt der medienpädagogischen Bildung darzustellen. Gemeinsam mit fotocommunity.de und der photokina, der weltweit bedeutendsten Messe für Fotografie, veranstaltete die Electronic Sports League einen Fotografie-Wettbewerb zum Thema eSport. Auf der LAN-Party, bei großen eSport-Turnieren oder im heimischen Wohnzimmer wird dabei Gaming zum Sport-Event! Die prämierten Arbeiten sind bei Next Level zu sehen. Ebenso sieht man die prämierten Bilder eines Contests,  der vom 1.3. bis 31.5.2010 Gamer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg aufgerufen hat, ihre eindrucksvollsten Screenshots zu Artworks umzugestalten und einzureichen.
http://computerprojekt-koeln.de

Demoszene

Der Digitale Kultur e.V. präsentiert Werke aus über 25 Jahren »Demoszene«. Diese »Demos« ähneln abstrakter Videokunst, entstehen jedoch komplett am Computer und sind im Unterschied zu Videos programmiert und in Echtzeit animiert. Die Mitglieder des Vereins zeigen und erklären interessierten Gästen diese modernen Kunstwerke unterschiedlicher Plattformen, wie auf dem Klassiker C64, auf modernen PCs oder auch auf Smartphones.
www.demoscene.info
www.digitalekultur.org

GameLab Karlsruhe (Staatliche Hochschule für Gestaltung)

Das GameLab des Instituts für Postdigitale Narrativität der HfG Karlsruhe wurde 2010 ins Leben gerufen: als ein Label  für Medienkunst, das sich mit dem Medium Spiel und der zeitgenössischen Spielkultur  auseinandersetzt. Gezeigt werden: »You are … not alone« von Marco Zampella und Alexander Liebrich, »Green Eyed Invader« von Jonathan Wehrle und Marco Zampella, »Lifetime« von Jonathan Giroux (aka. bloutiouf), »Adameyes« von Adam Gawel und Max Ratzlaff, »Spielwiese« von Michael Vierling, »Tune-XI« von Holger Ballweg, »Soundworlds« von Juan Alzate Romero und Patrick Borgeat, »BeeNoir« von Benoît and the Mandelbrots: »Organismus« von Matthias Wölfel, Marco Zampella, Marcel Bößendörfer und Andrès Andrade sowie »#_≈« von Michael Vierling, Matthias Schneiderbanger, Matthias Wölfel und Marco Zampella
http://game-lab.de/

Game Lab (Zürcher Hochschule der Künste)

Die Vertiefung Game Design führt im Game Lab die Forschung aus den Bereichen Serious Games, Artgames, Interfaces und Game Mechanics zusammen. Zweck des Labors ist es, den Studierenden und Mitarbeitern Experimente mit Spielen und unterschiedlichen Technologien zu ermöglichen und innovative Wege für neue Spiele zu entwickeln. Im Rahmen der Next Level-Ausstellung werden Arbeiten aus dem Bachelor- und aus dem Master-Bereich sowie aus der Forschung gezeigt: »Krautscape» von Mario von Rickenbach, 2011 (Multiplayer-Rennspiel), »Ich, Du (und alle anderen)« von Kaspar Manz, 2011 (Abschlussarbeit: Serious Game, Thema: Bullying) und Macrocosm, Kaat, Klaas, Stand: 2011, sowie aus dem Master-Programm: »Diana: The Herbarium« von Dario Hardmann und Raffaele de Lauretis (Adventure-Game, work in progress) und »Hollow Grounds« von Jeremy Spillmann (iOS-game, Geschicklichkeitsspiel). Aus dem Bereich der Forschung vermittels das    browserbasierte Serious Game »Awwware« SchülerInnen zwischen 10 und 12 Jahren spielerisch, durch ein ausgeklügeltes Game Play, ein Bewusstsein für inhaltlich wertvolle Internetseiten.
http://gamedesign.zhdk.ch

»klanginseln 53,1 kiloohm« von Erwin Stache

Auf spielerische Art weckt der Bonner Stadtklangkünstler 2011 Erwin Stache mit seinen »klanginseln 53,1 kiloohm« die Neugier auf klingende Kunst und lädt zum gemeinsamen Musizieren im öffentlichen Raum ein. Staches Klanginseln, die bei der Next Level Conference im Eingangsbereich die Besucher empfangen, sind begehbare Bühnen, auf denen Edelstahlrohre als Messfühler montiert sind. Werden mindestens zwei dieser Objekte durch Berührung elektrisch verbunden, fließt ein ganz geringer Strom, und es erklingen Töne, Klänge oder ganze Musikstücke. Der Auslöser der musikalischen Aktionen ist der menschliche Hautwiderstand. Durch unterschiedliche Druckausübung auf das Metall können die Töne und Klänge nun beeinflusst und gestaltet werden. Die Metallrohre lassen sich aber auch durch eine Kette aus mehreren Personen, die sich gegenseitig anfassen, verbinden. Durch Druck auf Nase, Ohren, Bauch oder Mund kann improvisiert und eine eigene Musik aufgeführt werden.
www.erwin-stache.de

Mediadesign Hochschule Düsseldorf

Zum „digitalen“ Leben erwecken – Gamedesigner arbeiten interdisziplinär als Produzenten und Entwickler für einfache bis hochkomplexe Computerspiele und virtuelle Welten. Sie sind fit in Game-Theorie, Gestaltungsgrundlagen, Projektplanung und Marketing. Die Anforderungen an die Projektleiter sind hoch: Sie verantworten Spieleentwicklungen konzeptionell und ökonomisch. Dabei behalten sie Timings im Blick. Der weiterführende Masterstudiengang ist die Eintrittskarte in oberste Managementebenen oder die wissenschaftliche Forschung dieses innovativen Berufszweiges. Die Ausstellung zeigt Werke von Studierenden der Mediadesign Hochschule Düsseldorf.
www.mediadesign.de

Paidia Institute

Das Kölner Paidia Institute initiiert während der Next Level Conference eine Laborsituation, in der Computerspiele und deren Controller zu einer sich selbst spielenden Maschine verschaltet werden. Im Labor wird eine Beobachtung William Gibsons, nach der Computerspiele grundsätzlich geschlossene Feedbacksysteme sind, mit der Idee der Rube-Goldberg-Maschine verknüpft: Ein- und Ausgaben von  Computerspielen werden Teil einer Kettenreaktion über Plattform-, Interface- und Genregrenzen hinweg. Dabei werden die medialen Voraussetzungen des Spielens freilegt, untersucht und ironisiert.
http://paidia-institute.org